Grünkohl - echt lecker und wirksam gegen Krebs

In Ostfriesland hat Grünkohl eine lange Tradition. Er gilt quasi als Nationalgericht und jeder waschechte Ostfriese kann lecker Grünkohl mit Pinkel kochen.

Heute möchten wir Euch aber neben der Leckerei auch noch das ein oder andere Wissenswerte über Grünkohl in diesem Beitrag vermitteln. Wie Ihr sicher wisst, hat der Grünkohl in der Regel von Oktober oder November bis März Saison, wenn die Böden ausreichend kühl sind und der erste Frost da war. Denn nur wenn der Grünkohl vor der Ernte längere Zeit niedrigen Temperaturen ausgesetzt war, kann er seinen typischen, herb-süßlichen Geschmack entfalten. Echter Bodenfrost ist dafür aber, entgegen der verbreiteten Meinung, nicht nötig. Die Pflanze wandelt die Stärke in Zucker um - ein Prozess, der sich nur bei einer lebenden Pflanze abspielen kann. Bei milderem Wetter geernteter Grünkohl schmeckt daher etwas herber.

Besonders im Winter veranstalten viele Restaurants in Ostfriesland das weit über Ostfrieslands Grenzen hinaus bekannte "Grünkohlessen". Meistens gehen die Ostfriesen dann vorher noch "Boßeln" und kommen mit ordentlich Hunger zurück. Als Beilage findet man die Salzkartoffel neben der Bratkartoffel besondere häufig auf ostfriesischen Tellern. Die Krönung erhält das ostfriesische Nationalgericht aber durch süß-sauer eingelegte Kürbiswürfel. Als Absacker und zum ordentlich Durchspülen eignet sich dann ein guter Korn.

Aber Grünkohl ist nicht nur lecker, sondern er ist auch noch besonders gesund - er enthält sehr viel Vitamin-C und ist wie alle Kohlsorten sehr ballaststoffreich. Zudem enthält Grünkohl Vitamin A und B, Folsäre, Betacarotin, Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium und Fluorid. In Grünkohl stecken darüber hinaus jedoch auch noch sogenannte Flavonoide, die den Cholesterinwert senken können. Auch der hohe Anteil von Antioxidantien wie die Carotinoide Lutein und Beta-Carotin schützen den Körper vor oxidativem Stress und wirken somit stark krebsfeindlich. Neuesten klinischen Untersuchungen zufolge, könnt Ihr mit Grünkohl damit besonders effektiv gegen Brust-, Darm-, Blasen-, Prostata- und Eierstockkrebs Vorsorge betreiben.

Und Grünkohl hat einen hohen Anteil von Senfölen (Glucosinolaten), die vorbeugend gegen Krebs wirken. Besonders viel Senföle enthalten nach den Untersuchungen die Sorten Frostara, Neuefehn und Rote Palme.

Nach einer Studie aus dem Jahr 2016, von Forschern an den Universitäten Oldenburg und Bremen, eignet sich Grünkohl deutlich besser zur Krebsprophylaxe als alle anderen Gemüse- und Kohlarten. Bislang galt der Brokkoli als bestes Gemüse dafür. Die Wissenschaftler haben nun aber entdeckt, dass manche Grünkohlsorten zehnmal mehr krebsvorbeugende Substanzen enthalten wie Brokkoli!

In den USA gilt "Kale" schon seit längerem als besonders gesundes Superfood. "Kale" ist dabei allerdings nichts anderes als unser klassischer Grünkohl, der auch wieder stark in Mode gekommen ist. So findet man neuerdings in vielen Lifestyle-Magazinen urbane und neumodische Gerichte mit Grünkohl - schon einmal ein Grünkohlpesto oder eine Grünkohlschorle probiert? Es gibt dabei - wie immer - Herausragendes und eher, nennen wir es mal, Vergessenswertes.

Auch wenn Grünkohl als ausgeprägtes Wintergemüse gilt, können frühe Sorten schon ab September geerntet werden. Als Tiefkühlware, im Glas oder in der Dose ist Grünkohl aber auch das ganze Jahr über erhältlich. So erspart Ihr Euch das zeitaufwendige Säubern und Rupfen des Kohls. Allerdings schmeckt der Grünkohl doch ganz anders - besonders der Grünkohl aus dem Glas schmeckt häufig etwas säuerlich. Am vitaminreichsten und damit am gesündesten von diesen Varianten ist der Tiefkühl-Grünkohl.

Es geht jedoch nichts über wirklich frischen Grünkohl. Beim Kauf sollten die Blätter dunkelgrün sein und leicht quietschen, wenn man sie aneinander reibt. Sind die Blätter bereits hellgrau oder gelblich verfärbt oder ist der Strunk ausgetrocknet, solltet Ihr die Finger davon lassen, denn der Kohl ist dann bereits zu alt. Am besten greift Ihr zu Grünkohl aus ökologischem Anbau. Dessen Nitratwerte sind in der Regel geringer als die aus dem konventionellen Anbau. Wegen der Menge müsst Ihr bedenken, dass noch die Stiele und die Strünke entfernt werden müssen und das der Grünkohl beim Kochen extrem zusammenfällt. Für zwei Portionen benötigt Ihr daher etwa ein Kilo frischen Grünkohl.

Jede Menge gute Rezepte, wie Ihr Grünkohl traditionell zubereitet, findet Ihr im Internet z.B. hier:

  1. Grünkohl-Rezepte bei Chefkoch.de
  2. Klassisches Grünkohl-Rezept bei Ostfriesland.de
  3. Grünkohl vegetarisch - Rezepte bei Chefkoch.de
  4. Moderne Grünkohl-Rezepte bei Brigitte.de
Wir lieben Grünkohl nach Oma’s und Opa‘s klassischem Rezept. Wer aber mal etwas Neues ausprobieren möchte, dem empfehlen wir das folgende Grünkohlpesto-Rezept:

Ihr braucht für 2 Gläser mit je 250 ml Pesto die nachfolgenden Zutaten und etwa 20 Minuten Zubereitungszeit. Der Nährwert des Pestos liegt bei etwa 110 kcal je Esslöffel.

Nehmt zuerst 80 g abgezogene Mandeln oder Pinienkerne und röstet diese in der Pfanne. Gebt 200 g geschnittenen Grünkohl in kochendes Salzwasser und blanchiert diesen 3 Minuten lang. Dann lasst Ihr das ganze gut abtropfen. Die Mandeln püriert Ihr anschließend mit 2 Knoblauchzehen. Gebt 200 ml Olivenöl und 80 g geriebenen Parmesan dazu und rührt das ganze unter. Je nach Geschmack könnt Ihr das ganze nun mit Salz und Pfeffer würzen. Wenn Ihr das Pesto in die Gläser gefüllt habt, dann achtet darauf, dass Ihr das Grünkohlpesto mit Olivenöl bedeckt und das Glas fest verschließt. Im Kühlschrank sollte das ganze dann noch 1 bis 2 Tage ziehen. Das Pesto hält sich dann bis zu vier Wochen. Genießt das ganze mit leckeren Eier-Bandnudeln.


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